Wir beraten unabhängig!

In Deutschland gibt es über 430 Millionen aktive Versicherungspolicen (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Stand 2015). Der Großteil dieser Policen ist jedoch völlig unnötig abgeschlossen und bringt nur den Versicherungen, nicht aber den Versicherten etwas. Wir möchten darüber aufklären und neutral beurteilen, ob und unter welchen Umständen eine Versicherung wirklich sinnvoll ist. Bei uns können Sie keine Versicherung abschließen, wir beraten lediglich, ohne bestimmte Versicherungen zu bevorzugen oder zu benachteiligen – ganz objektiv!

Versicherungen zum Schutz der Familie

Wenn man sich mit dem Thema so wenig wie möglich auseinandersetzen möchte und dennoch prüfen will, ob man sinnfreie Versicherungen abgeschlossen hat, sollte man sich nur eine Frage stellen: Könnte ein Schaden ohne entsprechende Versicherung meine Existenz oder die meiner Familie bedrohen? Wenn nein, ist die Versicherung in vielen Fällen unnötig.

Das sind die 8 unnötigsten Versicherungen

1) Brillenversicherung:

Die Versicherungen zahlen häufig nur für günstige Gestelle und einfache Gläser. Wer höherwertige Modelle bevorzugt, bekommt nur einen minimalen Zuschuss. Außerdem ist der Verlust der Brille nicht abgesichert.

2) Handyversicherung:

Der Handyverlust ist ganz sicher nicht existenzbedrohend und sollte daher nicht versichert werden. Davon abgesehen ist die Versicherung aber auch sehr teuer, da sie in der Regel nur den Zeitwert ersetzen und es gibt häufig noch dazu eine Selbstbeteiligung. Auch ähnliche Versicherungen für andere Elektrogeräte sind eher unnütz, da bei Neuware auch Garantie und Gewährleistung die Geräte absichern.

3) Glasbruchversicherung:

Sollten Sie einen Wintergarten besitzen, kann eine solche Versicherung Sinn machen – in den meisten Fällen ist eine gebrochene Scheibe jedoch kostengünstig ersetzt. Eine Versicherung kostet schnell mehr als ein paar gebrochene Scheiben.

4) Krankenhaustagegeld:

Für Angestellte lohnt sich die Versicherung kaum, da der Arbeitgeber sechs Wochen lang Lohnfortzahlung leistet, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Besser ist eine Krankentagegeldversicherung, die auch dann zahlt, wenn die Krankheit zu Hause auskuriert wird.

5) Fahrradversicherung:

Die Kosten dieser Versicherung sind meist sehr hoch und eine solche Versicherung lohnt sich wenn überhaupt nur bei sehr teuren Fahrrädern. Günstiger kommt man weg, wenn man das Fahrrad über die Hausratversicherung mitversichert.

6) Reisegepäckversicherungen:

Bei Schadensfällen handelt es sich in der Regel um kleine Summen, die man verschmerzen kann. Davon abgesehen zahlt die Versicherung in vielen Fällen jedoch nicht, v.a. wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde (z.B. Diebstahl einer Kamera aus dem Rucksack). Dazu kommt: Bei Einbruch und Raub zahlt auch im Ausland die Hausratversicherung. Vermeiden Sie auch ganze Reisepaketversicherungen, da man dadurch häufig einzelne Policen doppelt und dreifach abschließt (und auch bezahlt).

7) Hochzeits-Rücktrittskostenversicherung:

Diese Versicherung übernimmt Stornokosten, wenn Braut, Bräutigam oder enge Angehörige schwer erkranken. Außerdem wenn die Wohnung der Brautleute durch Feuer so schwer beschädigt ist, dass eine Hochzeitsfeier nicht stattfinden kann. Zahlreiche Ausschlüsse und Selbstbeteiligungen machen diese Versicherung geradezu sinnfrei.

8) Sterbegeldversicherung:

Diese Versicherung kommt für die Beerdigungskosten auf, die in Deutschland rund 5.000 Euro entsprechen. Das Problem für die Versicherer: Der Sterbefall tritt zu 100% ein, daher muss der Verbrauer einen hohen Risikoschutzanteil zahlen. Entsprechend hoch fallen Abschluss-und Verwaltungskosten aus. Besser: Legen Sie das Geld auf ein Sparbuch und vererben Sie es weiter.