Zusatzversicherung Heilpraktiker

Zusatzversicherung Heilpraktiker
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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Zusatzversicherung zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
  • Versicherung übernimmt Kosten für Heilpraktiker-Behandlungen, Akupunktur, Homöopathie etc.
  • Zu Beginn muss ein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden, an dem sich die Kosten sehr stark orientieren
  • Nicht jeder kann sich versichern: Wer eine schwere oder chronische Erkrankung hat, wird wahrscheinlich abgelehnt werden
  • Die Zusatzversicherung lohnt sich nur, wenn man die Leistungen häufiger in Anspruch nehmen möchte
  • Bei den meisten Tarifen gibt es eine 3-monatige Wartezeit

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Heilpraktiker Behandlungen nicht oder nur in sehr geringem Umfang. Daher ist diese Zusatzversicherung lohnenswert, wenn man solche Leistungen öfter in Anspruch nimmt. Die private Krankenzusatzversicherung für Heilpraktiker übernimmt die Kosten für Naturheilverfahren und Behandlungskosten für alternative Behandlungen. Es gibt Einzel-Policen oder Kombinationen mit anderen Zusatzversicherungen. Für den Abschluss sind Gesundheitsfragen zu beantworten, um die richtige Einstufung zu errechnen. Höhere Prämien sind zu zahlen, wenn Sie ein Risikopatient sind.

Für wen ist eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker relevant?

Für alle, die zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung auf die Leistungen in Naturheilkunde vertrauen. Vor allem Menschen, die dauerhaft auf Naturheilkunde, Therapien wie Akupunktur oder Homöopathie zurückgreifen wollen. Auch Pflanzentherapien und gezielte Ernährungsberatungen gehören zum Spektrum einer solchen Zusatzversicherung. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass sich eine solche Versicherung nur lohnt, wenn Sie in Zukunft regelmäßig zum Heilpraktiker gehen wollen. Wenn Sie nur vereinzelt mal einen Heilpraktiker aufsuchen möchten, lohnen sich die Beiträge in der Regel nicht.

Leistungen der Versicherung im Überblick

Der Basistarif enthält in der Regel:

  • Homöopathie
  • Traditionelle chinesischen Medizin TCM
  • Aromatherapie
  • Chiropraktik
  • Osteopathie
  • Bioresonanztherapie

Sie können bei vielen Versicherungen jedoch noch zusätzliche Bausteine (Policen) einbauen lassen:

  • Zuschuss für Sehhilfen
  • Zahnzusatzversicherung
  • Krankentagegeld
  • Krankenhaustagegeld
  • Krankenhauszusatzversicherung
  • Auslandsreise-Krankenversicherung

Auszug aus einem Angebot:

  • Erstattung von Vorsorgeuntersuchungen bis zu 75 Jahren bei 2 Kalenderjahren
  • Alle 24 Monate eine komplette Erstattung von Sehhilfen bis zu 375 Euro
  • Zuschuss für Laser-OP an den Augen mit bis zu 1.000 Euro
  • Komplette Erstattung der verschriebenen Arznei- und Hilfsmittel

Hinweis: Wartezeit

Nach der Unterzeichnung beginnt die Wartezeit. Das können 3 Monate sein, in denen noch keine Kosten übernommen werden. Mindestens 8 Monate Wartezeit sind bei einer Entbindung und einer Psychotherapie einzuhalten. Bei Unfällen zählt die Wartezeit jedoch nicht, sodass diese außer Kraft tritt und die Kosten gleich angegeben werden können. Es gibt jedoch auch einzelne Tarife ohne Wartezeit.

Warum muss eine zusätzliche Versicherung sein?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Heilpraktiker Behandlungen nicht oder nur in wenigen Ausnahmefällen. Die Kosten sind selber zu tragen und die Preise werden mit dem Heilpraktiker verhandelt, denn sie sind frei gestaltbar. Auch weitere Leistungen wie gesetzliche Eigenanteile, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen fallen darunter. Wenn sich die Versicherung am Hufelandverzeichnis orientiert, ist ein umfangreicher Schutz sicher. Das Verzeichnis ist eine Abrechnungshilfe für naturheilkundliche Behandlungen und enthält alle anerkannten Diagnostik und Therapieverfahren, die sich bewährt haben. Die Zusatzversicherung übernimmt nicht jeden Fall, bei dem ein Arzt die alternative Behandlung durchführt.

Das sollte man vor Abschluss der Versicherung wissen

Positiv ist, wenn auch Vorsorge und Impfungen im Vertrag inklusive sind. Prüfen Sie, in welcher Höhe die Zusatzversicherung die Kosten übernimmt. Ein Anteil von 80% ist üblich, jedoch gibt es Obergrenzen pro Jahr. Es sind 3 Varianten für die Erstattung von Behandlungen möglich. Behandlung durch einen Arzt, einen Facharzt Naturheilverfahren und einen Heilpraktiker. Nicht alle Versicherungen erstatten bei Behandlung durch einen Arzt ohne die Facharztbezeichnung die Kosten. Ein Heilpraktiker muss auch im Sinne des deutschen Heilpraktikergesetzes ein Heilpraktiker sein. Zunächst ist die genaue Prüfung der Tarife bezüglich der Selbstbeteiligung sehr wichtig. Diese sagt aus, wie viel man selbst zu den anfallenden Behandlungen zuzahlen muss. Und auch das Vergleichen durch Versicherungsportale im Internet oder das Einholen von Informationen durch Erfahrungsberichte von Versicherungsnehmern kann hilfreich sein, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Auch die Deckungssummen, also bis zu welcher Summe die Behandlungen von der Versicherung getragen werden und wie hoch diese maximal pro Jahr ausfallen dürfen ist wichtig.

Die Versicherung sollte in jedem Fall alle Positionen der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) und des Hufelandverzeichnises enthalten. Damit sind alle gängigen Behandlungen abgedeckt.

Folgendes sollten Sie bei Vertragsabschluss bedenken:

  • Leistungsspektrum
  • Höhe der Kostenübernahme
  • Monatliche Beiträge
  • Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Policen
  • Ihr individueller Gesundheitszustand
  • Wartefristen
  • Laufzeiten

Das kostet die Zusatzversicherung für Heilpraktiker

Die Kosten, welche Versicherungsnehmer bei der Zusatzversicherung zu tragen haben, sind sehr überschaubar und lohnen sich daher für eine Vielzahl von Personen. Je nach Deckungssumme und gewähltem Tarif kann eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker zu Beginn etwa 10-20 Euro im Monat kosten. Im Laufe der Zeit steigen die Tarife häufig in Richtung 25 Euro an. Der Tarif sollte so ausgewählt werden, dass wirklich alle möglichen Risiken abgedeckt sind und individuell zu einem passen.

Kosten einer Zusatzversicherung für Heilpraktiker

Hinweis: Preisgestaltung beim Heilpraktiker

Heilpraktiker können ihre Preise selbst festlegen, obwohl es auch offizielle Gebührenverzeichnisse gibt. Da die Preise jedoch häufig davon abweichen, sollten Sie ihn vor Beginn der Behandlung auf Ihre Versicherung hinweisen. Die Aufschlüsselung der Kosten erfolgt dann detaillierter und Sie können die Rechnung bei Ihrer Versicherung einreichen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ja, es ist zu prüfen, ob die bereits ausreichen. Dann benötigt man keine Zusatzversicherung. In der Regel werden jedoch nicht die kompletten Kosten übernommen. Ganz im Gegenteil, die meisten Krankenkassen haben einen jährlichen Festbetrag, welcher nicht überschritten werden darf.

Gesetzlich Versicherte, in der EU lebend, können die Zusatzversicherung abschließen.

Es gibt Kombinationen, wo auch über die Sehhilfen Kosten erstattet werden können.

Mit der Zahlung des ersten Beitrags beginnt der Versicherungsschutz. Es gibt auch neue Zusatzversicherungen, die sofort die Kosten übernehmen.

Diese sind durchaus möglich. Dies sollte aber vorher geklärt werden, ob das ärztlich so verordnet ist. Hypnose wird nur erstattet, wenn eine ärztliche Verordnung darüber vorliegt.

Die Medikamente und Heilmittel werden von dieser Zusatzversicherung erstattet. Nicht aber die Anti Baby Pille und ähnliche Medikamente. Manche Versicherer erstatten auch die Zuzahlungsgebühr. Massagen und physiotherapeutische Verordnungen können übernommen werden.

Nein, das geht nicht. Heilpraktiker bieten aber gelegentlich extra Sprechstunden oder Sozialsprechstunden an.

Chronisch Kranke und Rentner finden selten noch eine gute Heilpraktiker Zusatzversicherung. Gesunde Rentner haben durchaus Möglichkeiten dazu.

Chronische Erkrankungen sollten Versicherungsnehmer immer vorher mit der Versicherung besprechen. In der Regel werden diese mit versichert, aber sicherer ist die Abklärung dennoch.

Mit dieser Vorgeschichte wird es schwer eine solche Zusatzversicherung zu erhalten. Wenn die Behandlung im Rahmen der gesetzlichen Krankenkasse liegt, erfolgt keine Erstattung der Kosten.

Einige Versicherungen bieten Familienrabatte an: Wenn Sie Ihre Kinder mit versichern, können Sie deutlich sparen. Auch wenn Sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie diese in einem Paket buchen. Das ist in der Regel günstiger, als alle Policen einzeln zu abzuschließen. Ein Beispiel wäre die Versicherung für Sehhilfen, die gerade im Alter eh viele Menschen benötigen.

Davon ist dringend abzuraten. Wenn Sie sich versichern lassen, müssen Sie auch Ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Der Versicherer hat dann die Möglichkeit, nachzuforschen. Sollte herauskommen, dass Sie gelogen haben, erlischt der Versicherungsschutz und Sie müssen im Zweifel gezahlte Leistungen zurückzahlen.

Lesen Sie sich vor Abschluss in jedem Fall die Bedingungen in Ruhe durch. Wichtig ist, dass die abgedeckten Leistungen genau mit Ihren Bedürfnissen übereinstimmen und dass die Leistungsbeträge der Versicherung nicht zu stark gedeckelt sind.

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