Hausratversicherung

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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Hausratversicherung ist generell zu empfehlen, wenn Sie Ihr Inventar / Hausrat nicht ohne finanzielle Probleme ersetzen könnten.
  • Schäden am beweglichen Besitz durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch und Raub sind abgedeckt.
  • Elementarschäden (z.B. Hochwasser) können zusätzlich mit abgesichert werden. Weitere Zusatzversicherungen z.B. für das Fahrrad sind auch möglich.
  • Wichtig: Nicht unterversichert sein; Faustregel: 650 Euro Wert / qm Wohnfläche.

Ob der neue Flachbildfernseher, eine teure Kamera das alte Silberbesteck von den Großeltern, eine neue Sofagarnitur oder aber eine teure Kücheneinrichtung, schaut man sich den Wert des Inneren des Hauses oder der Wohnung an, so kommt schnell eine beachtliche Summe zusammen. Was passiert denn, wenn Teile dieser Inneneinrichtung oder sogar alles beschädig, gestohlen oder anderweitig zerstört wird? In einer solchen Situation kommt die Hausratversicherung ins Spiel. Diese hat die Aufgabe, das Inventar gegen solche Sachschäden und die entstehenden Folgekosten abzusichern. So können zwar die einzelnen Gegenstände nicht ersetzt werden, jedoch der dadurch entstandene finanzielle Schaden. Da hier schnell eine große Summe entstehen kann, ist es kein Wunder, dass die Hausratversicherung immer wichtiger wird und mittlerweile zahlreiche Personen eine solche Versicherung besitzen. Die Leistungen der Hausratversicherung sind jedoch abhängig von dem ausgewählten Tarif, was ebenfalls auf die zu zahlenden Beiträge zutrifft, denn hier gibt es zahlreiche Unterschiede.

  • die Hausratversicherung schließt den gesamten Hausrat mit ein
  • kommt für Kosten an Gegenständen von anderen Personen auf
  • beinhaltet Küche und Schränke
  • greift bei Feuer
  • übernimmt die Kosten beim Diebstahl
  • greift bei Sturm und Hagel
  • greift bei Vandalismus

Für wen ist die Hausratversicherung relevant?

Die Vorteile einer Hausratversicherung sprechen für sich, sodass es nicht verwunderlich ist, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen eine Hausratversicherung besitzen und sich somit finanziell absichern. Personen, die nur wenig Hausrat haben, sodass hierbei keine hohen Summen entstehen, brauchen in der Regel keine Hausratversicherung, was oftmals auf die jungen Menschen zutrifft, die gerade das Elternhaus verlassen haben, um in die erste eigene Wohnung zu ziehen. Doch auch bei eher kleineren Gegenständen, wie zum Beispiel dem Laptop, einem Handy oder aber einem Fernseher kommen schnell größere Summen zustande, die durch die betroffene Person nicht mal eben ersetzt werden können. So kann auf jeden Fall gesagt werden, je höher der Gesamtwert der Einrichtung, desto sinnvoller ist der Abschluss einer solchen Hausratversicherung.

Leistungen der Hausratversicherung

Was genau durch eine Hausratversicherung abgesichert wird, hängt von dem ausgewählten Tarif ab. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Sachversicherung, welche eine Mehrheit der im Haus oder in der Wohnung befindlichen Gegenstände absichert und in unterschiedlichen Situationen, in denen diese beschädigt, zerstört oder entwendet werden, finanziell ersetzt. Hierbei richtet sich die Versicherung an dem Wiederbeschaffungswert oder dem Neuwert des betroffenen Gegenstandes. Ob Einrichtungsgegenstände, wie zum Beispiel der Teppich, Möbel oder Gardinen, verschiedenen Gebrauchsgegenstände wie Geschirr, Waschmaschine und Co., Verbrauchsgegenstände, wozu Lebensmittel sowie Heizstoffe gehören oder aber sonstige Gegenstände wie Kleintiere, Sportgeräte oder Autozubehör, die Hausratversicherung schließt den kompletten Hausrat mit ein.

Jedoch lassen sich auch weitere Gegenstände mit in die Versicherung einbeziehen. Dazu gehören zum Beispiel die Gegenstände von anderen Personen, solange zu diesen kein Untermieterverhältnis besteht. Auch beruflich genutzte Arbeitsgegenstände, wie zum Beispiel Handelsware, lassen sich durch die Hausratversicherung finanziell absichern. Maßgeschneiderte Küchen gehören normalerweise nicht dem Hausrat an, sondern gelten als Gebäudebestandteil. Wurde die eingebaute Küche jedoch von dem Mieter einer Wohnung oder eines Hauses angefertigt, so handelt es sich gesetzlich genommen um sein Eigentum und unterliegt der Hausratversicherung. Auch Wertsachen, wie zum Beispiel Bargeld, Kunstgegenstände oder aber Schmuck und Wertpapiere lassen sich bis zu einer festgesetzten Entschädigungsgrenze mit in die Hausratversicherung aufnehmen. Die zusätzlich versicherten Gegenstände werden schriftlich festgehalten. Neben der Versicherung von weiteren Gegenständen ist es ebenfalls möglich, dass noch weitere Gefahrenquellen als Ursachen mit in den Vertrag aufgenommen werden. Dazu gehören zum Beispiel Senkschäden, Diebstahl aus dem eigenen Auto oder dem Wohnmobil, Diebstahl von Gegenständen aus dem Krankenzimmer, Schäden am Cerankochfeld oder der Glaskeramik sowie Schäden durch Wasserbetten oder Aquarien.

Die Leistungen der Hausratversicherung in der Übersicht:

  • Kostenübernahme bei Brand
  • Kostenübernahme bei Sturm und Hagel
  • Kostenübernahme bei Vandalismus und Diebstahl
  • finanzielle Absicherung des kompletten Hausrates
  • Wertsachen, Gegenstände anderer Personen, beruflich genutzte Arbeitsgegenstände müssen extra versichert werden
  • Zusatzleistungen sind jederzeit zubuchbar

Das sollte man vor dem Vertragsabschluss wissen

Wichtig ist es, vor dem Abschluss einer Hausratversicherung genau darauf zu achten, welche Gegenstände in welchen Situationen wie hoch versichert sind. So ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, wie groß das Haus oder die Wohnung ist, da viele Versicherungen danach kalkulieren und eine Summe festsetzen, die oftmals zwischen 600 – 700 Euro pro Quadratmeter liegt. So liegt die Versicherungssumme von einer normalen Wohnung mit einer Größe von beispielsweise 75 Quadratmetern gerade mal bei ca. 48.750 Euro. Diese Summe würde bei einem Totalschaden, wie zum Beispiel bei einem Brand, ausgezahlt werde. Während die Summe bei einer normalen Einrichtung vollkommen ausreichend ist, muss bedacht werden, dass einige Personen besonders teuren Hausrat besitzen, sodass die Summe vor Vertragsabschluss angepasst werden muss. Wenn Bargeld und andere Wertsachen mit in die Versicherung aufgenommen werden sollten, so müssen diese auch bei Vertragsabschluss mit festgehalten werden.

Darauf sollte man bei der Hausratversicherung achten

Unterversicherungsverzicht:

Neben der Anpassung der Summe nach oben, ist es ebenfalls möglich, diese herabzusetzen. Das kann jedoch schnell nach hinten losgehen. Das liegt daran, dass die Hausratversicherung einen sogenannten Unterversicherungsverzicht enthält, welcher dann eintritt, sobald man sich nicht an die von der Versicherung vorgeschlagene und errechnete Versicherungssumme hält. Haben betroffene Versicherungsnehmer keinen Unterversicherungsverzicht vereinbart, so kann es im Schadenfall passieren, dass die Entschädigungen gekürzt werden. Ist der Haushalt zum Beispiel 50.000 Euro Wert, man hat aber nur 25.000 Euro versichert, so kann die Versicherung im Schadenfall 50 Prozent von der Schadensumme abziehen.

Fahrlässigkeit mitversichern:
Sobald versicherte Personen das Fenster aufgelassen haben, was es dem Einbrecher einfacher macht, sich Zutritt zum Haus oder der Wohnung zu machen oder aber eine Kerze kurz alleine gelassen haben, durch die ein Brand entstand, so spricht man von Fahrlässigkeit. In einer solchen Situation kann die Versicherung die Zahlungen verweigern. Aus diesem Grund ist es ratsam, die grobe Fahrlässigkeit mitzuversichern.

Kaufbelege aufheben:
Eine möglichst lückenlose Dokumentation der versicherten Einrichtung ist sinnvoll, um bei der Schadenregulierung keine Probleme zu bekommen. Die Kaufbelege sollten deshalb immer aufbewahrt und abgeheftet werden. Besser noch: Machen Sie auch Fotos und/oder Videos von den Geräten und Rechnungen und legen Sie diese online in der Cloud ab. Wenn Ihre Wohnung durch einen Brand komplett zerstört wird, haben Sie die Belege immer noch als Beweis.

Für Hausbesitzer: Hausrat- und Gebäudeversicherung bei einer Versicherung:
Wenn Sie Hausbesitzer sind, dann sollten Sie die Hausratversicherung und Gebäudeversicherung bei einem Anbieter abschließen. Sie haben dann zum Einen Spielraum bei der Preisverhandlung und haben im Schadenfall weniger Probleme, weil sich beide Versicherungen den Schaden nicht gegenseitig zuschieben können.

Gefahrenerhöhung melden:
Sie sind längere Zeit im Urlaub? Melden Sie es Ihrer Versicherung, denn dadurch erhöht sich das Einbruchsrisiko. Ebenso verhält es sich, wenn an Ihrem Haus ein Baugerüst aufgebaut wird. Man denkt selten daran, im Schadensfall kann die Versicherung die Zahlung jedoch kürzen oder sogar verweigern.

Kosten einer Hausratversicherung

Die Kosten einer Hausratversicherung liegen weit auseinander und hängen natürlich von den individuell vereinbarten Versicherungssummen sowie eventuellen Zusatzleistungen ab. Auch die regionalen Bedingungen spielen eine wichtige Rolle bei der Festsetzung der Kosten. In weniger einbruchgefährdeten Gegenden, wie zum Beispiel auf dem Land, kostet die Hausratversicherung im Durchschnitt zwischen 0,75 und 1,00 Euro je 600 Euro Versicherungssumme im Jahr und in Großstädten sowie in Ballungsgebieten zwischen 1,25 und 2,00 Euro im Jahr. Das bedeutet, dass bei einer Versicherungssumme von 40.000 Euro mit 75 bis 150 Euro gerechnet werden sollte.

Kosten einer Hausratversicherung

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ja, die Versicherung besteht für eine Dauer von mindestens drei Monaten, wobei der Versicherungsnehmer damit rechnen sollte, dass eine geringere Entschädigung ausgezahlt werden kann.

Bei der Entschädigungsgrenze handelt es sich um die Höchstgrenze, die ein Versicherungsunternehmen leistet. Zu den verschiedenen Gefahrenquellen ist es möglich, unterschiedliche Entschädigungsgrenzen festzulegen, wie zum Beispiel für das Abhandenkommen von Bargeld. In diesem Fall werden die Grenzen als Prozentsatz oder aber als fester Betrag festgelegt.

Um die optimale Versicherungssummer zu errechnen, sollte der Neuwert des kompletten Hausrats zusammengerechnet werden. Normalerweise rechnen Versicherungen einen Pauschalbetrag pro Quadratmeter, wobei Experten dazu raten, den Betrag bei mindestens 650 Euro pro Quadratmeter festzusetzen, denn nur so kann die Gefahr, sich nicht ausreichend zu versichern, gemindert werden.

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