Zweitwagenversicherung

Zweitwagenversicherung
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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Fahranfänger und junge Fahrer zahlen grundsätzlich die höchsten Versicherungsbeiträge
  • Daher sinnvoll: Auto als Zweitwagen über die Eltern mit versichern
  • Klassische Fahranfänger-Autos haben eine höhere Versicherungsprämie zur Folge
  • Teilnahme am begleiteten Fahren bei minderjährigen Fahrern wirkt sich kostensenkend aus
  • Junge Fahrer können die SF-Klassen aus der Zweitwagenversicherung später beim Wechsel mit übernehmen

Fahranfänger zahlen die höchsten Beiträge

Fahranfänger und Paare mit zwei Autos nutzen in der Regel die Zweitwagenversicherung, um dabei Geld zu sparen. Als Fahranfänger steigt man bei seiner Versicherung mit dem Höchstbeitrag ein, wenn man vor hat, sein Auto selber zu versichern. Die Beiträge richten sich nach dem individuellen Risiko für einen Unfall – welches laut einzelner Statistiken im Gegensatz zu erfahrenen Fahrern enorm hoch ausfällt. Das liegt daran, dass viele Fahranfänger am Anfang recht unsicher und unerfahren sind, was dazu führt, dass einige Situationen nicht richtig eingeschätzt werden können. Des Weiteren fahren jüngere Menschen vergleichsweise öfter unter Alkoholeinfluss. Das sind leider keine Vorurteile, sondern statistisch belegbare Tatsachen. Auch die Wahrscheinlichkeit, mit der es zu Unfällen kommt, spielt eine wichtige Rolle. Diese Kriterien spiegeln sich in den SF-Klassen wieder.

So funktionieren die Schadenfreiheitsklassen:
Schadenfreiheitsklassen sind im Prinzip einfach: Gestartet wird mit der mit SF-Klasse 0 und anschließend steigt man mit jedem unfallfreien Jahr eine Stufe höher. Bei Stufe 35 ist zurzeit Schluss. Durch einen Unfall, bei dem man die Versicherung mit einbezieht, fällt man wieder zurück und die Beiträge steigen.

Fahranfänger zahlen die höchsten Beiträge in der KFZ Versicherung. Es ist daher günstiger, wenn das Auto als Zweitwagen über die Eltern versichert wird. Es können auch schadenfreie Jahre von Verwandten mit übernommen werden. Das lohnt sich für jüngere Fahrer, die den Führerschein bereits etwas länger besitzen. Für Motorräder und Roller ist das ebenso gültig. Senken kann man den Beitrag, wenn der junge Fahrer mit 17 Jahren am begleiteten Fahren teilnimmt. Klug ist es, ein Auto als Anfänger auszuwählen, das nicht als klassisches Anfängerauto gewertet wird. Auch der Unterschied zwischen Versicherungen über die Eltern oder Übernahme der Schadenfreiheitsklasse kann zu Einsparungen führen.

Das erste Auto für den Fahranfänger als Zweitwagen der Eltern versichern

Das erste Auto ist etwas ganz Besonderes. Hier ist es am günstigsten, das Fahrzeug für den Fahranfänger auf die Eltern zu versichern und zwar als Zweitwagen. Hierbei handelt es sich gleichzeitig um eine kostengünstige Alternative zur eigenen Versicherung, denn Fahranfänger werden besonders hoch eingestuft. Haben die Eltern kein Auto, so kann es auch über die Großeltern oder andere Familienmitglieder versichert werden. Dabei ändert sich die Prämie für den ersten Wagen natürlich nicht. Durch die Versicherung als Zweitwagen wird die Prämie nun mindestens in die Schadensfreiheitsklasse ½ eigestuft, was bedeutet, das viel Geld gespart wird. In der Praxis sind das Ersparnisse um bis zu 50%!

Höhere SF-Klassen von Anfang an

Es gibt auch Versicherungen, die den Zweitwagen von Anfang an höher einstufen. Beispiel: Hat der Erstwagen die Schadenfreiheitsklasse 7 – 10, dann erhält der Zweitwagen direkt die SF-Klasse 4. Der Beitrag wird damit deutlich geringer. Hier ist Ihre Verhandlung gefragt.

Alternativ: Familientarife nutzen

Es ist auch möglich, eine Familienversicherung zu nutzen. Mittlerweile bieten viele Versicherungen den jungen Fahranfängern die Möglichkeit, mit einer besseren Schadensklasse als 0 anzufangen. Das allerdings unter der Voraussetzung, dass die Eltern bei der gleichen Versicherung unter Vertrag sind. Bei dieser Alternative entstehen jedoch höhere Kosten als bei der Versicherung als Zweitwagen über die Eltern.

Teilnahme am begleiteten Fahren

Statistiken zeigen, dass Fahranfänger, welche den Führerschein schon mit 17 Jahren gemacht haben und somit zwangsläufig am begleiteten Fahren teilnehmen, weniger Unfälle verursachen als Personen, die direkt alleine fahren. Das wird von vielen Versicherungen bei der Berechnung der zu zahlenden Beiträge berücksichtigt und zwar positiv. Die Rabatte, welche durch die Versicherungen gewährt werden, greifen sowohl bei einer alleinigen Versicherung als auch bei dem Versichern über die Eltern. Hierfür ist es ebenfalls nicht ausschlaggebend, wie lange man an dem begleiteten Fahren teilgenommen hat.

SF-Klassen übernehmen

Nach einigen Jahren Fahrpraxis kann sich der junge Fahrer selbst versichern. Hierbei ist es nun möglich, die aktuellen SF-Klassen aus dem Zweitwagenvertrag von den eigenen Eltern mitzunehmen. So beginnt man also nicht mit SF-Klasse 0. Bei einem solchen Abschluss der neuen Versicherung müssen Betroffene natürlich angeben, dass die SF-Klasse der Eltern mitgenommen wird, was nun auch von den Eltern schriftlich bestätigt werden muss. Dann startet der junge Fahrer bei der neuen Versicherung mit den schadensfreien Jahren aus dem Zweitwagenvertrag, welchen er bei den Eltern bekommen hatte. Es kann auch zu einem neuen Versicherer gewechselt werden.

Für wen ist eine Zweitwagenversicherung relevant?

Für Fahranfänger und Paare mit 2 Autos lohnt die Zweitwagenversicherung auf jeden Fall. Wer saisonal andere Autos fährt, kommt mit der Versicherung ebenfalls besser weg. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass der Erstwagen nicht in die SF-Klasse 0 eingestuft ist.

Das sollte man vor Abschluss über die Versicherung wissen

Natürlich sollten vor allem die allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie das Kleingedruckte in einem Vertrag genauer betrachtet werden. Auch die Deckungssummen sollten beachtet werden, denn alle Kosten, welche über dieser Summe liegen, sind selbst zu bezahlen. Ganz wichtig ist der Vergleich der einzelnen Angebote. Für einen schnellen und übersichtlichen Vergleich sind vor allem die Vergleichsportale im Internet gut geeignet. Nimmt man die Erfahrungsberichte von Versicherungsnehmern hinzu, kann man einen schnellen und guten ersten Eindruck bekommen.

Wer nach einem Unfall die Versicherung in Anspruch nimmt, fällt wieder um einige Stufen zurück. Um wie viele, lässt sich der Police entnehmen. Mit jeder höheren Stufe sinkt der Beitragssatz – um wie viel, das hängt vom Versicherer ab. Der Beitrag in den niedrigen Klassen fällt dabei stärker als später in den hohen Schadenfreiheitsklassen.

Das kostet eine Zweitwagenversicherung

Die Kosten richten sich nach vielen unterschiedlichen Faktoren. So spielen neben dem Fahrzeugmodell auch das Alter sowie die schadensfreien Jahre eine wichtige Rolle. Auch die aktuellen Prozente, bei welchen der Versicherungsnehmer mit seinem Erstwagen liegt, werden mit in die Berechnung aufgenommen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Je höher die Klasse von dem Auto ausfällt, desto niedriger wird das Unfallrisiko von der Autoversicherung eingeschätzt, was beim Zweitwagen mit einem geringere zu zahlenden Beitrag einhergeht.

Auch der Zweitwagen muss über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Hierbei handelt es sich um eine Pflichtversicherung, ohne die das Auto nicht am Straßenverkehr teilnehmen darf.

Mit der Zahlung des ersten Beitrages beginnt der Versicherungsschutz für das Fahrzeug. Eine Wartezeit gibt es nicht.

Normalerweise muss Erst-und Zweitwagen auf eine Person zugelassen sein. Ausnahme sind jedoch Ehepartner, auf die der Zweitwagen zugelassen werden kann.

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