Arbeitsrechtsschutz

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Leider kommt es mittlerweile immer wieder zu Ärger auf der Arbeit, bei dem es in einem Rechtsstreit schnell teuer für die Beteiligten werden kann. Damit diese Kosten nicht zurückschrecken und Arbeitnehmer ihr Recht zur Not auch vor Gericht einfordern, übernimmt die Arbeitsrechtsschutzversicherung die anfallenden Kosten, wenn es im Rahmen des Arbeitsverhältnisses kommt. Den Wert einer Arbeitsrechtsschutzversicherung erkennt der Geschädigte jedoch oft erst, wenn ein Schaden eingetreten ist, denn bei der Unterzeichnung von einem neuen Arbeitsvertrag rechnen die wenigsten Personen damit, dass es hier mal vor Gericht enden kann. Der Schaden kann ganz schnell einige Tausend Euro ausmachen. Die Versicherung tritt bei Schäden im Arbeitsrechtsschutz ein. Jedoch ist es nur möglich, eine solche Versicherung in Kombination mit der Privaten Rechtsschutzversicherung abschließen.

  • Kostenübernahme von Anwalts- und Gerichtskosten
  • Kostenübernahme auch bei Prozessverlust
  • finanzielle Absicherung für Arbeitnehmer im Streitfall im Rahmen des Arbeitsverhältnisses
  • Schutz gilt auch bei ungerechtfertigten Arbeitszeugnissen
  • Schutz bei Streitigkeiten in Bezug auf das Gehalt

Für wen ist der Arbeitsrechtsschutz relevant?

In der Terminologie der Rechtsschutzversicherung wird nicht von Arbeitsrechtsschutz gesprochen, sondern von Berufsrechtsschutz. Es werden die Rechte des Arbeitnehmers bis zum Ruhestand durchgesetzt. Die Berufsrechtsschutzversicherung deckt weitergehend noch die Auseinandersetzungen mit dem Rentenversicherungsträger bei Erwerbs- und Altersrente ab. Auch Streitigkeiten mit der Arbeitsagentur werden abgedeckt. Sicherheit bietet eine unbegrenzte Versicherungssumme und Leistung einer Strafkaution. Wenn es um die Berufsunfähigkeitsrente geht und es zu Streitigkeiten kommt, sind nicht gerade selten mehrere Zehntausende Euro im Spiel. Die Anbieter versuchen häufig, sich aus der Pflicht zu nehmen. Wenn zum Beispiel die Berufsunfähigkeitsversicherung die Zahlung verweigert, sollten Betroffene nicht auf eine Klage verzichten, nur weil die Angst vor den Kosten zu groß ist. Personen, welche in Risikoberufen arbeiten, sollten auf Nummer sicher gehen, was auch der Fall ist, wenn die Firma, in der man arbeitet, dafür bekannt ist, Ärger mit dem Personal einzugehen. Hier lohnt sich neben der Privatrechtsschutzversicherung auch ein Abschluss einer Berufsrechtsschutzversicherung. Das alleine aus dem Grund, weil die Kosten, welche beim Arbeitsgericht anfallen, ansonsten selbst zu tragen sind. Aus diesen Gründen ist der Abschluss einer Arbeitsrechtsschutzversicherung für die meisten Arbeitnehmer relevant, denn klar ist, dass es in jedem Beruf zu Streitigkeiten kommen kann.
Die Hauptfälle, die der Arbeitsrechtsschutz absichert, sind Folgende:

  • Ungerechtfertigte Abmahnung
  • Kündigungsschutzklagen
  • Abfindungen
  • Versetzungen innerhalb des Betriebes bei gekürzten Bezügen
  • Fehlende Lohnzahlungen und Zusatzzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld
  • Mutter- und Jugendschutz
  • Alle Fragen zum Arbeitszeugnis.

Oftmals haben Mitglieder einer Gewerkschaft bereits einen Rechtsschutz für solche Fälle, sodass diese nicht separat benötigt wird. Hier ist es jedoch wichtig, sich zu informieren, damit man nicht von falschen Tatsachen ausgeht.

Diese Leistungen werden abgedeckt

Der Basistarif enthält in der Regel:

  • Zahlung der Anwaltskosten bei arbeitsrechtlichen Fällen
  • Gutachterkosten
  • Kosten für Zeugen
  • Kostenübernahme auch bei verlorenen Prozessen

Zusatzleistungen:

  • Nach einem Betriebsunfall Schmerzensgeld geltend machen
  • Aufhebungsvertrag wird vorgelegt
  • Verteidigung gegen den Vorwurf eines Dienstvergehens
  • Wenn die BG den Wegeunfall nicht anerkennt
  • Wenn mit der Versicherung wegen der Berufsunfähigkeitsrente ein Streit vorliegt
  • Wenn das Finanzamt die Werbungskosten nicht anerkennt

Alleinerziehende, welche eine solche Versicherung abschließen möchten, bekommen Vergünstigungen und haben die Möglichkeit, einen sogenannten Single Vertrag abzuschließen. Wichtig kann die Versicherung werden, wenn ein Arbeitnehmer sich nicht ganz im Klaren darüber ist, was der Chef in Einzelnen alles an Arbeit von einem verlangen darf. Oft wird aus Unwissenheit und Angst mehr Arbeit übernommen, als vertraglich vereinbart ist. Die Prüfung des Arbeitsvertrages gibt Aufschluss über die tatsächlich zu leistende Arbeit und deren Umfang.

Das sollte man vor Abschluss der Versicherung wissen

Bevor der Vertrag zum Arbeitsrechtsschutz unterschrieben wird, ist es wichtig, diesen bis ins kleinste Detail zu prüfen. Das betrifft auch das genaue Durchlesen vom Kleingedruckten, denn oftmals tauchen hier noch Vereinbarungen auf, die im Gespräch nicht zur Sprache kamen. Dazu gehört auch die Frage der Selbstbeteiligung in den unterschiedlichsten Streitfällen, denn diese kann, je nach Streitfall, unterschiedlich ausfallen.

Ganz wichtig ist der Vergleich der verschiedenen Angebote von den unterschiedlichen Versicherungsunternehmen. Das kann im Internet über ein Versicherungsportal geschehen oder aber bei den einzelnen Versicherungen direkt. Bevor eine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt wird, sollte klar sein, dass in der Regel der Arbeitsrechtsschutz Bestandteil einer Rechtsschutzversicherung ist. Eine einzelne Arbeitsrechtsschutzversicherung ist nicht möglich.

Sonderfall: Arbeitsrechtsschutz für Selbständige

Bei Selbständigen und Freiberuflern unterscheiden sich die Leistungen im Vergleich zu den Leistungen für Arbeitnehmer. Hier werden auch Gebiete abgedeckt, die mit der gewerblichen Tätigkeit im Zusammenhang stehen. Folgende Bereiche gehören hier zum Beispiel mit dazu:

  • Vertragsrecht
  • Sachenrecht
  • Steuerrecht
  • Ordnungswidrigkeiten
  • Arbeitsrechtsschutz

Die Tarife sind in jedem Fall an die Bedürfnisse von Selbständigen angepasst. Sie können auch mit zusätzlichen Rechtsschutzbereichen kombiniert werden wie Mietrechtsschutz.

Was kostet die Arbeitsrechtsschutzversicherung?

Die Kosten für eine solche Versicherung sind sehr überschaubar. Je nach Deckungssumme und gewähltem Tarif kostet eine Arbeitsrecht/Berufsrechtsschutzversicherung ca. 7,00 Euro im Monat. Wer zusätzliche Leistungen hinzu buchen möchte, muss jedoch mit höheren Beträgen rechnen.

Kosten vom Arbeitsrechtsschutz

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Nicht alle Fälle müssen vor Gericht entschieden werden. Auch Mediatoren können Streitfragen klären.

In der Zeit der Arbeitslosigkeit kann die Versicherung beitragsfrei gestellt werden. Das gilt auch für Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit.

Mit der Zahlung des ersten Beitrages beginnt der Versicherungsschutz einer Arbeitsrechtsschutzversicherung, wobei die Wartezeit mit bedacht werden muss.

Ja, in der Regel gibt es bei dieser Versicherung eine Wartezeit von 3 Monaten. Die Versicherer wollen sich damit davor schützen, dass man die Versicherung erst dann abschließt, wenn es schon zu spät ist und einen Fall übernehmen müssen.

Der Wegfall einer vertraglichen Wartezeit ist im Fall des Wechsels der Versicherung bei gleichen Bedingungen möglich, muss jedoch vertraglich festgelegt werden.

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