Familienrechtsschutz

Familienrechtsschutz Versicherung
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Die meisten jungen Familien haben kein Geld zu verschenken. Aus diesem Grund möchten wir mit Ihnen einmal in die Tiefen einer Familienrechtsschutzversicherung vordringen. Auf diese Weise möchten wir Ihnen einen Einblick in die Vor- und Nachteile des Familienrechtsschutz ermöglichen um die Notwendigkeit einer solchen Familienversicherung in aller Ruhe abwägen zu können. Anders als bei einer Rechtsschutzversicherung für Alleinstehende sind hier alle Familienmitglieder versichert. Natürlich gibt es inhaltliche Unterschiede, die sich einerseits nach dem Status eines Versicherten, andererseits natürlich auch angepasst auf die Familienmitglieder, darstellen. Bei den meisten Versicherern liegen die Unterschiede in der Höhe einer möglichen Selbstbeteiligung, bei vereinbarten Wartezeiten oder in der Höhe der jeweiligen Deckungssummen.

Für wen ist der Familienrechtsschutz relevant?

Vor allem für Familien mit Kindern ist die Rechtsschutzversicherung interessant. Leider kommt es heutzutage vermehrt zu Rechtsstreiten in den unterschiedlichsten Situationen. Diese können schnell teuer werden, sodass sich Familien durch den Abschluss einer solchen Rechtsschutzversicherung finanziell schützen können.

Abgesicherte Leistungen der Versicherung

Ebenso wie bei anderen Rechtsschutzversicherungen können Sie auch beim Familienrechtsschutz besondere Tarife für besondere Risikogruppen abschließen. Dabei bieten zahlreiche Versicherer interessante Kombinationen von Privatrechtsschutz, Immobilien und Mietrechtsschutz, Arbeits- und Verkehrsrechtsschutz. Die meisten Versicherer bieten verschiedene Versicherungspakete, mit denen sich Familien individuell nach Ihren Bedürfnissen versichern können. Da je nach Familienkonstellation unterschiedliche Schwerpunkte benötigt werden, raten wir Ihnen, sich ausgiebig darüber nachzudenken, welche Bereiche sie mit einer Rechtsschutzversicherung absichern möchten. Individuell können Sie selbstverständlich auch die gewünschten Deckungssummen gestalten. Ein Familienrechtsschutz kann aus den folgenden Elementen zusammengesetzt werden:

  • Berufsrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Mietrechtsschutz
  • Privatrechtsschutz

Diese Kosten übernimmt der Rechtsschutz

Gerichtliche Auseinandersetzungen können manchmal sehr teuer werden. Anwaltskosten, Prozesskosten, Zeugengelder und gegebenenfalls die Übernahme der Gerichtskosten bei einem verlorenen Prozess, lassen Kosten schnell explodieren. Rechtsschutzversicherungen behalten sich deshalb häufig vor, die Umstände eines Prozesses ausgiebig zu prüfen. Erst nachdem die Erfolgsaussicht einer Klage positiv bewertet wurden, erteilt die Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Rechtsschutzversicherung auch die Kosten für eine Mediation übernimmt. Mediation sind außergerichtliche Konfliktlösungen, meist unter Aufsicht eines Schlichters, die ebenfalls zum gewünschten Ziel führen können, gleichzeitig aber hohe Gerichts- und Anwaltskosten sparen können.

Diese Kosten übernimmt der Rechtsschutz nicht

Vorsicht: Nicht jede erdenkliche Rechtsstreitigkeit, die das tägliche Leben für uns bereithält, wird von dem Familienrechtsschutz gedeckt. Beißt beispielsweise Dackel Waldi den vorwitzigen Nachbarn ins Bein, ist dies kein typischer Fall für den Familienrechtsschutz. In einem solchen Fall ist die Hundehaftpflichtversicherung zuständig. Ebenfalls nicht gedeckt von der Familienrechtsschutzversicherung sind beispielsweise die Beratungs- oder Vorgespräche bei einem Notar, wenn es um Erbangelegenheiten geht. Genau wie bei Erbangelegenheiten sind auch Beratungs- oder Anwaltskosten bei einer Scheidung nicht gedeckt. Obwohl alle in einem Haushalt lebenden Personen mit geschützt sind, werden Kinder ab 30 Jahren eine Ausnahme, auch wenn sie im Haushalt der Eltern leben. Ab dem 30. Lebensjahr müssen sich diese Kinder leider selbst versichern. Auch wenn Sie einen Staranwalt beauftragen, ist häufig Vorsicht geboten. Anwaltshonorare, die sich über das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz hinaus bewegen, werden üblicherweise nichts von Rechtsschutzversicherungen übernommen. Sollten Sie also mit ihrem Staranwalt eine höhere Vergütung vereinbart haben, müssen Sie die Differenz selbst erstatten.

Selbstbeteiligung kann Kosten senken

Die Klausel einer Selbstbeteiligung impliziert, dass der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall einen Teil des Versicherungsschadens selbst trägt. Er wird als absoluter oder prozentualer Anteil bei Abschluss der Versicherungspolice festgelegt und somit vertraglich vereinbart. Schadenssummen, die über diese vereinbarte Selbstbeteiligung hinausgehen, werden dann im Schadensfall vom Versicherer getragen. Der Vorteil einer Versicherung mit Selbstbeteiligung liegt auf beiden Seiten. Sowohl der Versicherer als auch der Versicherte profitieren von dieser Regelung. Während der Versicherte durch die Selbstbeteiligung in die Kosten für seine Versicherungsbeiträge senken kann, profitiert der Versicherer von einer erhöhten Vorsicht des Versicherten, um Schadensfälle zu vermeiden. Versicherungen sprechen in diesem Fall von dem Begriff Moral Hazard.

Unter Moral Hazard verstehen die Versicherungsunternehmen in diesem Fall die in Untersuchungen nachgewiesene Neigung versicherter Menschen, aufgrund eines guten Versicherungsschutzes unbewusst höhere Risiken im Alltag einzugehen. Verständlicherweise möchten Versicherungsunternehmen in dieses Verhalten minimieren.

Das sollte man vor der Vertragsunterzeichnung wissen

Das Kleingedruckte des Vertrags der Versicherung sollte ganz dringen beachtet werden. Versicherungen nutzen immer dann Wartezeiten, wenn zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses versteckte Umstände für einen Versicherungsfall nicht klar nachweisbar sind. So können beispielsweise fehlende medizinische Dokumentationen beim Abschluss einer Krankenversicherung für den Versicherer unkalkulierbar hohe Kosten mit sich bringen. Davor schützen sich die Versicherungen durch die Vereinbarung von Wartezeiten. Das Gleiche gilt natürlich für Rechtsschutzversicherungen. Ein Versicherer kann nicht sagen, wie es zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses um Ihre persönliche Lebenssituation bestellt ist. Somit ist für ihn ebenfalls völlig unklar, ob sie sich möglicherweise gerade in einem Nachbarschaftsstreit befinden, der eine ganze Klagewelle mit sich zieht. Die Wartezeit ist dabei der Zeitraum zwischen dem Unterzeichnen des Versicherungsvertrages und dem Inkrafttreten des Versicherungsschutzes. Hier liegen die meisten Versicherer drei Monate Wartezeit zugrunde. Neben den oben erwähnten Kranken- und Rechtsschutzversicherungen werden Wartezeiten meist bei privaten Krankenkostenversicherungen, bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, Lebensversicherungen und Tierkrankenversicherungen eingerichtet. Ob der Abschluss einer Familien Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit möglich ist, kann Ihnen nur das jeweilige Versicherungsunternehmen erklären. Hier kommt es auf die jeweiligen allgemeinen Geschäftsbedingungen an.
Grundsätzlich lässt sich allerdings sagen, dass Versicherungen ohne Wartezeit in den meisten Fällen wesentlich höhere Versicherungsbeiträge fordern. Die meisten Versicherer bieten Familienrechtsschutz mit einer üblichen Laufzeit von fünf Jahren an. Im Rahmen der festgelegten Kündigungsfristen können Sie dann problemlos den Anbieter ihres Versicherungsschutzes wechseln. Beachten sollte Sie dabei aber, dass Sie sich zum Zeitpunkt des Wechsels nicht in einem Rechtsstreit befinden. Außerdem sollten Sie bei der neuen Rechtsschutzversicherung berücksichtigen, dass sie bei den meisten Versicherungsunternehmen wieder erneut eine neue Wartezeit von drei Monaten in Kauf nehmen müssen.

Familienrechtsschutz: Vorteile überwiegen die Nachteile?

Obwohl es zahlreiche Konstellationen im Familienleben gibt, in denen der Familienrechtsschutz nicht haftet, überwiegen am Ende doch die Vorteile dieser Versicherung. Die große Stärke der Familienrechtsschutzversicherung ist das Baukastensystem, dass zahlreiche Versicherer anbieten. Durch die individuelle Ausgestaltung der Versicherungspolice, können Familien den idealen Versicherungsschutz gestalten. So können unnötige Kostenbereiche ausgeklammert werden, während man den Versicherungsschutz auf die Prioritäten legen kann, die einer Familie individuell wichtig sind. Die meisten Versicherungen bieten nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und allen Mittelmeerländern vollen Deckungsschutz. Ob im Ausland eine Selbstbeteiligung fällig wird, ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich, und richtet sich zumeist nach den Konditionen ihrer Versicherungspolice.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Mit dem Abschluss der Familienrechtsschutzversicherung sind alle Familienmitglieder mit versichert.

Die Laufzeit ist in der Regel auf 12 Monate festgelegt, kann jedoch stets drei Monate vor dem Ende der Laufzeit gekündigt werden.

Die Kosten sind unterschiedlich und hängen vor allem mit den Leistungen der Versicherung zusammen. Die Kosten beginnen bereits bei fünf Euro im Monat und reicht bis zu 300 Euro im Jahr.

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten bei allen anfallenden Rechtsstreiten. Darunter fallen auch die Kosten des Gegners im Falle einer Verurteilung und alle damit verbundenen Kosten, sodass die Rechtsschutzversicherung die Familie vor finanziellen Schäden bzw. den hohen Ausgaben in Bezug auf Anwalts-, Gerichts- und anderen Kosten diesbezüglich schützt.

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