Hundehaftpflichtversicherung

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Das Wichtigste zusammengefasst

  • Hundebesitzer haften für alle Schäden, die ihr Hund verursacht.
  • Private Haftpflichtversicherung schließt Hunde aus, daher ist eine separate Hundehaftpflichtversicherung nötig.
  • In einigen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht eine Pflichtversicherung; Kampfhunde müssen fast überall versichert sein.

Bei der Hundehaftpflichtversicherung handelt es sich um eine Versicherung, welche die durch den versicherten Hund entstehende Kosten in Bezug auf Personen-, Sach- und Vermögensschäden übernimmt. Sie sorgt also dafür, dass die geschädigten Personen auch dann zu ihrem Geld kommen, wenn der Hundehalter nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um die Schäden zu bezahlen. Kein Wunder also, dass die Haftpflichtversicherung für den Hund mittlerweile in einigen Bundesländern zur Pflicht geworden ist. Denn schnell entstehen Schäden, die für eine Privatperson mit normalem Einkommen kaum zu tragen sind. So kann es zum Beispiel passieren, dass sich der angeleinte Hund vor dem Geschäft losreißt und auf die Straße rennt, wo er einen Verkehrsunfall verursacht. Personen verletzen sich und es entstehen Schäden an mehreren Autos. In einem solchen Fall, der keine Seltenheit darstellt, kommt schnell eine sehr hohe Summe zustande, die in diesem Fall von der Hundehaftpflichtversicherung übernommen wird.

  • in einigen Bundesländer Pflicht für jeden Hundebesitzer
  • schützt Hundehalter vor Kosten durch entstandene Schäden
  • Übernahme der Kosten von Personenschäden, Sach- und Vermögensschäden
  • schützt auch andere Personen, die sich um den versicherten Hund kümmern
  • je nach Hunderasse sind die monatlich zu zahlenden Beiträge unterschiedlich hoch

Für wen ist die Hundehaftpflichtversicherung relevant?

In Bundesländern, in denen die Hundehaftpflichtversicherung als Pflichtversicherung für jeden Hundehalter gilt, muss diese bei der Anschaffung eines Hundes abgeschlossen werden. Dazu gehören bisher Thüringen, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Berlin. Des Weiteren gibt es zahlreiche Bundesländer, in denen diese Versicherung nur für ausgewählte Hunderassen, wie zum Beispiel für die Listenhunde, als Pflichtversicherung gilt. Dazu gehören Brandenburg, NRW, Sachsen, Hessen, Bremen, Saarland, Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg. In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hingegen ist die Haftpflichtversicherung für Hunde nur empfohlen, was sich jedoch laut Experten in der Zukunft ändern soll. Trotzdem sollten alle Hundehalter diese Versicherung abschließen, um sich und alle anderen Personen, die immer mal wieder auf das Tier aufpassen, finanziell abzusichern. Auch der Laptop des Nachbarn, welcher vom schwanzwedelnden Hund heruntergeworfen wurde, kann schnell teuer werden.

Versicherungspflicht der Hunde

Leistungen der Hundehaftpflichtversicherung

Da die private Haftpflicht eines Menschen die Unfälle und die dadurch entstehenden Kosten eines Hundes nicht abdeckt, ist die Hundehaftpflichtversicherung für die meisten Hundehalter nicht mehr wegzudenken. Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt alle Kosten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch den versicherten Hund verursacht wurden. Zusätzlich hat diese Hundeversicherung die Aufgabe, unberechtigte Ansprüche gegenüber dem Hundehalter abzuwehren. Das geschieht, indem sie im Falle eines Rechtsstreits den Prozess führt sowie die kompletten Kosten für diesen Prozess übernimmt. Dabei ist jedoch nicht nur der Hundehalter versichert. Auch wenn jemand anderes mit dem versicherten Hund spazieren geht und es dabei zu einem Unfall kommt und Kosten durch Schäden verursacht werden, greift die Versicherung, denn versichert ist lediglich der Hund selbst und nicht der Halter. Natürlich gibt es auch bei dieser Versicherung unterschiedliche Tarife oder aber die Möglichkeit, einige Optionen hinzuzubuchen. Dazu gehört zum Beispiel die Versicherung für den Nachwuchs einer Hündin, denn nicht jede Haftpflichtversicherung schützt auch die Kleinen direkt mit. Der ungewollte Deckakt, zum Beispiel wenn der eigene Rüde in das Nachbarsgrundstück einbricht und dessen Hündin deckt, wird ebenfalls schnell teuer. Hierbei handelt es sich rechtlich gesehen um eine Sachbeschädigung, bei der der Halter des Rüden Schadenersatz zahlen muss. Ersetzt werden in diesem Fall alle durch die Schwangerschaft entstehenden Kosten, wie zum Beispiel die Besuche beim Tierarzt, eine eventuelle Abtreibung oder aber die Aufzucht der Welpen.

  • Kostenübernahme im Falle eines ungewollten Deckakts
  • Welpenversicherung hinzu buchbar
  • Kostenübernahme bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Versicherung greift bei allen Personen, die auf das Tier aufpassen
  • Versicherungsschutzsumme liegt in der Regel zwischen 5 und 15 Millionen Euro

Das sollte man vor dem Vertragsabschluss wissen

Bevor der Vertrag unterzeichnet wird, ist es wichtig, sich die genauen Leistungen und die Voraussetzungen für die Kostenübernahme genauer durchzulesen und wenn möglich, sollte der Vertrag auch noch einmal von einem Experten geprüft werden. Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, dass die Hundehaftpflicht nur für Schäden gegenüber Dritten zahlt. So wird zum Beispiel der eigene Fernseher, der vom Hund heruntergeworfen wurde, nicht ersetzt. Auch Schäden durch Verletzungen am Halter durch den eigenen Hund müssen selber gezahlt werden. Wichtig ist es, auf unterschiedliche Leistungen im Vertrag zu achten. So ist es ratsam, dass auch dann die Schäden bezahlt werden, wenn der Hund nicht an der Leine war. Auch das Mitversichern von anderen Personen ist besonders wichtig, jedoch mittlerweile meistens in dem Basistarif enthalten. Der volle Versicherungsschutz sollte für jeden Hund bestehen und das auch ohne den Besuch einer Hundeschule. Personen, die mit ihrem Hund zum Agility gehen, sollten auch diesen Punkt mit in die Versicherung aufnehmen. Der ungewollte Deckakt ist dann wichtig, wenn man einen unkastrierten Rüden hält und die Abdeckung der Kosten bei Mietschäden muss bei zahlreichen Unternehmen zusätzlich aufgenommen werden. Zu guter Letzt müssen Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner ebenfalls in den Urlaub fahren, darauf achten, dass Auslandsaufenthalte mit bis zu sechs Monaten enthalten sind.

Wichtig ist es, beim Abschluss der Versicherung auf jeden Fall auf die Deckungssummen zu achten. Diese sollten möglichst hoch liegen, denn wenn der zu zahlend Schaden über der Deckungssumme liegt, haftet der Halter für die restlichen Kosten. Auch die verschiedenen Bedingungen, die an den Vertrag geknüpft sind, wie zum Beispiel die Selbstbeteiligung oder aber die Tatsache, dass in manchen Schadensfällen nur prozentual gezahlt wird, können schnell teuer werden.

Kosten einer Hundehaftpflichtversicherung

Die Kosten einer Hundehaftpflichtversicherung sind unterschiedlich hoch und unterscheiden sich sowohl von der Region als auch von der Hunderasse. Während einige Versicherungsunternehmen Listenhunde sowie Mischlinge aus diesen Rassen komplett von der Versicherung ausschließen, sind diese wiederum bei andren Unternehmen sehr teuer. Zusätzlich spielt es eine wichtige Rolle, welche Leistungen insgesamt abgedeckt werden müssen und wie hoch die Deckungssumme im Schadensfall vereinbart ist. Je nach Rasse, Alter und Leistungen beginnt die Hundehaftpflichtversicherung bei einem jährlich zahlenden Betrag von 40 Euro, wobei die Selbstbeteiligung ebenfalls vorhanden ist und die einzelnen Schadenssummen eher gering sind, sodass einige Versicherungsunternehmen zum Beispiel nur bis zu 5.000 Euro bei Mietschäden zahlen und andere, die 100 Euro im Jahr kosten, bis zu 5 Millionen Euro begleichen. Möchte man keinen kleinen Terrier, sondern einen Listenhund versichern, so steigen die Preise rapide an. Sie beginnen bei ca. 220 Euro und reichen bis zu 300 Euro im Jahr. Klar ist jedoch, dass auch diese Summen bei einem Schaden definitiv wesentlich geringer sind.

Kosten einer Hundehaftpflichtversicherung

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Es gibt Bundesländer, in denen jeder Hund eine Haftpflichtversicherung haben muss und wieder Bundesländer, bei denen nur bestimmte Rassen betroffen sind.

Personen-, Sach- und Vermögensschäden, welche durch den versicherten Hund verursacht wurden.

Ja, versichert ist ausschließlich der Hund selbst, sodass diese Versicherung nicht abhängig von der Person ist.

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